Jeder Tierarzt kennt es aus der täglichen Praxis: Die Frage nach dem Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation. Viele Tierbesitzer sind verunsichert, weil sie unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen über Kastration und Sterilisation kennen. Im folgenden sollen die Unterschiede herausgestellt und erläutert und Ratschläge erteilt werden. Grundsätzlich ist bei beiden Geschlechtern sowohl eine Kastration als auch eine Sterilisation möglich.
| KASTRATION | STERILISATION | |||||
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| DEFINITION | Entfernung der Keimdrüsen. Das beudetet beim männlichen Tier Entfernung der Hoden,beim weiblichen Tier Entfernung der Eierstöcke | Das Tier wird unfruchttbar gemacht. Das bedeutet beim männlichen Tier die Durchtrennung der Samenleiter, beim weiblichen Tier Durchtrennung der Eileiter | ||||
| BEDEUTUNG | Die Tiere werden unfruchtbar und das Sexualverhalten ist unterbunden .
Männliche Tiere zeigen kein Markierverhalten mehr, die Agressivität wird reduziert, Rüden laufen nicht mehr weg. |
Die Tiere sind nur unfruchtbar. Das Sexualverhalten ist unverändert . Das Risiko von Gesäugetumoren und Gebärmutterentzündungen ist unverändert hoch. | ||||
| HÄUFIGKEIT | In der Tiermedizin häufig durchgeführt | In der Tiermedzin sehr selten durchgeführt | ||||
| WARUM |
Kastrierte Tiere haben statistisch gesichert eine etwa 1 Jahr längere Lebenserwartung als unkastrierte ! |
Beim Tier kein vernünftiger Grund. | ||||
| FOLGEN | Durch die hormonelle Umstellung sinkt der Grundumsatz. Die Tiere benötigen weniger Energie,d.h. die Fütterung muß reduziert werden. Wenn dies konsequent durchgeführt wird, ist keine Zunahme des Gewichtes zu befürchten. Bei Hündinnen kommt es selten zu einer Urininkontinenz, die aber mit Medikamenten gut beeinflußbar ist. | Unfruchtbarkeit. | ||||
| OPERATION |
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Männliche Tiere : ca. 1 cm des Samenleiters wird auf beiden Seiten entfernt
Weibliche Tiere : Die Eileiter werden durchtennt und ca 1 cm auf beiden Seiten davon entfernt |
WARUM LEBEN KASTRIERTE TIERE LÄNGER
Statistisch nachgewiesen leben kastrierte Tiere im Durchschnitt etwa 1 Jahr länger als unkastrierte. Die Ursache ist für das jeweilige Geschlecht und die Tierart spezifisch.
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RÜDE |
Die längere Lebenserwartung kastrierter Rüden hat keine medizinische Ursache. Es liegt wohl daran, daß kastrierte Rüden weniger agressiv sind und somit seltener ein Anlaß für eine Euthanasie aus Verhaltensgründen besteht. |
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KATER |
Kastrierte Kater (Freiläufer) leben deshalb länger, weil sie sich weniger oft sich mit Artgenossen prügeln und somit seltener an Kampfverletzungen oder an unheilbaren, beim Kämpfen übertragenen Virusinfektionen ( Leukose, FIV, FIP) sterben. |
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HÜNDIN |
Für die Hündin ist die Kastration, wenn sie früh erfolgt (1-2Jahre) deshalb lebensverlängernd, weil häufige Krankheiten älterer Hündinnen (Gebärmuttervereiterungen, Geschwülste der Milchdrüsen) nicht mehr vorkommen können. |
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KATZE |
siehe Hündin. |